Privatschulen im Überblick

Privatschule oder staatliche Schule? Beide Schulformen ihre Vor- und Nachteile.

In diesem Artikel gehen wir auf die Unterschiede zwischen privaten und staatlichen Schulen ein und zeigen verschiedene Arten von Privatschulen auf, welche Eigenschaften diese haben und mit welchen Kosten sie verbunden sind.

Privatschule oder staatliche Schule – die wesentlichen Unterschiede

Der größte Unterschied zwischen einer staatlichen und einer Privatschule ist das Finanzierungsmodell. Bei einer staatlichen Schule wird die Finanzierung durch Steuergelder bereitgestellt, während bei einer Privatschule die Kosten für die Schulbildung überwiegend durch Schulgebühren und Spenden finanziert werden.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei einer staatlichen Schule einzelne Schüler anhand bestimmter Kriterien ausgewählt werden, während eine Privatschule in der Regel ein offenes Aufnahmeverfahren hat und die Schüler frei wählen können.

In Bezug auf die Unterrichtsqualität gibt es auch Unterschiede zwischen staatlichen und privaten Schulen. Beispielsweise sind Privatschulen in der Regel besser ausgestattet und haben mehr Ressourcen zur Verfügung, wie etwa eine größere Auswahl an Fächern, mehr Lehrer und kleinere Klassengrößen. Da die Lehrer an Privatschulen in der Regel mehr verdienen, sind sie auch besser qualifiziert und motiviert. Auch hinsichtlich der Digitalisierung von Schulen sind private Einrichtungen in der Regel den staatlichen weit voraus.

Privatschulen haben auch eine engere Beziehung zu Eltern und Schülern, die zu einer besseren Kommunikation führt. Aufgrund der kleineren Klassengrößen haben Lehrer häufig mehr Zeit und Möglichkeiten, einzelnen Schülern bei Bedarf zu helfen.

Schließlich ist die Disziplin an Privatschulen in der Regel strenger als an staatlichen Schulen.

Besondere Pädagogische Konzepte von Privatschulen

Zu den besonderen pädagogischen Konzepten, die an Privatschulen angeboten werden, gehören unter anderem:

• Integrierter Unterricht – Dieses Konzept nutzt ein themenorientiertes Unterrichtsmodell, bei dem mehrere Fächer miteinander verbunden werden, um den Lernenden ein tieferes Verständnis zu vermitteln.

• Internationale Baccalaureate – Dieses Programm wurde entwickelt, um Schülern eine breite Ausbildung zu ermöglichen, indem es auf interkulturelle Kompetenz, Kreativität, kritisches Denken und globales Engagement abzielt.

• Montessori- Methode – Dieses pädagogische Konzept konzentriert sich auf die Entwicklung der Interessen und Fähigkeiten des einzelnen Schülers.

Waldorfschulen – Diese Schulen konzentrieren sich auf die Entwicklung der künstlerischen Fähigkeiten des Schülers, sowie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen körperlicher und geistiger Aktivität.

• Progressive Bildung – Diese Art der Bildung setzt sich für ein umfassendes Lernen ein, das sowohl auf kognitiver als auch auf emotionaler Ebene stattfindet.

• Gifted Education – Dieses Konzept richtet sich an hochbegabte Schüler, um ihnen eine Herausforderung zu bieten und ihr Potenzial zu fördern.

Was sind die Vorteile von Privatschulen?

1. Höhere akademische Standards: Privatschulen haben in der Regel strengere akademische Standards als öffentliche Schulen und bieten eine höhere Qualität des Unterrichts.

2. Kleinere Klassengrößen: Privatschulen haben in der Regel viel kleinere Klassengrößen als öffentliche Schulen, was den Lehrern mehr Zeit für einzelne Schüler ermöglicht.

3. Spezialisierte Programme: Viele Privatschulen bieten spezialisierte Programme, die Schülern helfen können, sich auf bestimmte Fächer oder Karrierewege vorzubereiten.

4. Individuelle Aufmerksamkeit: Privatschulen bieten Schülern mehr persönliche Aufmerksamkeit als öffentliche Schulen, da die Klassengröße wesentlich kleiner ist.

5. Breitere Auswahl an Kursen: Privatschulen bieten eine größere Auswahl an Kursen als öffentliche Schulen.

6. Engere Verbindungen zur Gemeinschaft: Viele Privatschulen haben engere Verbindungen zur Gemeinschaft und bieten Schülern mehr Möglichkeiten, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im realen Leben anzuwenden.

Was sind die Nachteile von Privatschulen?

1. Hohe Kosten: Der Besuch einer Privatschule kann sehr teuer sein, was für manche Familien unerschwinglich sein kann.

2. Engere Lehrpläne: Privatschulen haben normalerweise engere Lehrpläne als staatliche Schulen, was bedeutet, dass es mehr strukturiertes Lernen gibt und wenig Raum für Kreativität.

3. Engere Gemeinschaft: Einige Privatschulen haben strengere Regeln und Regulierungen, die es schwierig machen, neue Freundschaften zu schließen.

4. Weniger finanzielle Unterstützung: Es gibt weniger finanzielle Unterstützung für Privatschulen und weniger öffentliche Förderung, was bedeutet, dass finanziell schwächere Familien es schwieriger haben, Ihre Kinder auf eine solche Schule zu schicken.

Montessori-Schulen

Die Montessori-Methode ist ein pädagogisches Konzept, das sich auf die Entwicklung der Interessen und Fähigkeiten des einzelnen Schülers konzentriert. Dieses Konzept wurde von der italienischen Pädagogin Maria Montessori entwickelt und ist ein sehr beliebtes Konzept, das in vielen Privatschulen angeboten wird.

Das Montessori-System ist ein ganzheitliches Konzept, das die Entwicklung der körperlichen, geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten des Schülers fördert. Der Unterricht ist dabei auf Selbstlernen und individueller Freiheit ausgerichtet.

Die Montessori-Schule bietet eine strukturierte Umgebung, in der die Schüler die Möglichkeit haben, aktiv zu lernen. Einige der Merkmale dieses Konzepts sind:

  • Kleine Gruppen, in denen die Schüler die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen und zu wählen, was sie lernen möchten.
  • Eine Vielzahl von praktischen Materialien, mit denen die Schüler experimentieren können.
  • Ein flexibles Klassenzimmer, in dem Schüler zwischen verschiedenen Aktivitäten wechseln können.
  • Lehrer, die als Mentoren und Unterstützer fungieren und den Schülern helfen, ihre Ziele zu erreichen.
  • Ein Fokus auf die Entwicklung der sozialen Fähigkeiten, indem die Schüler in Teams arbeiten und kooperieren, um gemeinsame Projekte zu erledigen.

Waldorf-Schulen

Die Waldorfschulen sind ein internationales Netzwerk von privaten Schulen, die sich auf die Entwicklung der künstlerischen Fähigkeiten des Schülers konzentrieren. Dieses Konzept wurde von dem deutschen Pädagogen Rudolf Steiner entwickelt.

Die Waldorfschulen konzentrieren sich auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen körperlicher und geistiger Aktivität, um die Entwicklung der kreativen Fähigkeiten des Schülers zu fördern. Der Unterricht ist dabei auf das Erkennen und die Entfaltung des Potenzials des einzelnen Schülers ausgerichtet.

Einige der Merkmale des Waldorf-Systems sind:

  • Ein Schwerpunkt auf künstlerische Aktivitäten wie Musik, Schauspiel und Kunst.
  • Ein stärkerer Fokus auf die Entwicklung der sozialen Fähigkeiten.
  • Ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der Intelligenz des Schülers.
  • Eine strukturierte Umgebung, in der die Schüler die Möglichkeit haben, selbstbestimmt zu lernen.
  • Ein Lehrer, der als Mentor und Unterstützer fungiert, um den Schülern zu helfen, ihre Ziele zu erreichen.
  • Ein Fokus auf die Entwicklung eines positiven Verhaltens, indem die Schüler dazu ermutigt werden, respektvoll miteinander umzugehen.

Konfessionelle Privatschulen: Wie sie funktionieren

Konfessionelle Privatschulen sind Schulen, die von Religionsgemeinschaften oder Kirchen betrieben werden. Diese Schulen bieten in der Regel eine konfessionelle Ausrichtung und vermitteln den Schülern eine religiöse Bildung und Werte.

Konfessionelle Schulen können sowohl staatlich als auch privat finanziert werden, abhängig von der jeweiligen Rechtsform. In einigen Ländern sind konfessionelle Schulen Teil des öffentlichen Schulsystems, während sie in anderen Ländern als separate Einheiten betrieben werden.

Einige der Merkmale konfessioneller Schulen sind:

  • Eine konfessionelle Ausrichtung, die sich in der Unterrichtsinhalte, der Lernumgebung und dem Verhalten der Schüler widerspiegelt.
  • Ein Fokus auf die Vermittlung religiöser Werte und die Entwicklung eines positiven Verhaltens.
  • Ein stärkerer Fokus auf die sozialen Fähigkeiten der Schüler.
  • Eine engere Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, die für eine bessere Kommunikation und Unterstützung sorgt.
  • Eine Förderung der kulturellen Vielfalt durch die Anerkennung und den Respekt vor anderen Religionen und Kulturen.

Private Internate – die teuerste Lösung

Private Internate sind in der Regel die teuerste Möglichkeit, eine Privatschule zu besuchen. Internate sind Schulen, in denen die Schüler während des Schuljahres wohnen. Diese Art von Schule ist besonders geeignet für Schüler, die längere Strecken zur Schule zurücklegen müssen oder die sich auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisieren möchten, da die Schüler die Möglichkeit haben, sich mehr Zeit für das Lernen zu nehmen.

Die Kosten für ein privates Internat variieren je nach Schule und Lage. In Deutschland liegen die Kosten im Durchschnitt zwischen 800 und 3.800 Euro pro Monat. Darüber hinaus können zusätzliche Ausgaben anfallen, wie z.B. für Uniformen, Fahrtkosten und Klassenfahrten.

Da Private Internate in der Regel sehr teuer sind, ist es wichtig, dass Eltern sich über die Kosten informieren und sich über die finanziellen Möglichkeiten bewusst sind, bevor sie sich für ein Internat entscheiden.

Kosten von Privatschulen

Die Kosten für eine Privatschule sind in der Regel höher als für eine staatliche Schule, da die Finanzierung durch Schulgebühren und Spenden erfolgt. Die Kosten können je nach Schule und Lage stark variieren. In den USA liegen die Schulgebühren für Privatschulen im Durchschnitt zwischen 5.000 und 30.000 US-Dollar pro Jahr.

In Deutschland sind die Richtwerte: lt. Quelle Privatschulenportal.de wie folgt:

Privatschulen Gebühren

Quelle: Privatschulenportal.de

Kostentabelle Privatschule

Richtwerte für die monatlichen Kosten einer Privatschule
Art der Schule Richtwerte Schulgeld
Private Grundschule 80 – 600 Euro
Trilinguale Ganztagsschule 400 – 800 Euro
Private Waldorfschule 200 – 650 Euro
Montessori Schule 250 – 550 Euro
Private Realschule 90 – 400 Euro
Privates Gymnasium 150 – 700 Euro
Private Internationale Schule 600 – 2.100 Euro
Privates Internat 800 – 3.800 Euro

Darüber hinaus können zusätzliche Kosten anfallen, wie etwa für Uniformen, Fahrtkosten, Klassenfahrten und andere Aktivitäten.

Einige Privatschulen bieten auch finanzielle Unterstützung an, um den Zugang zu Bildung für Familien mit geringem Einkommen zu erleichtern. Daher ist es wichtig, dass Eltern bei der Suche nach einer geeigneten Schule die finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen und sich über die Kosten informieren, bevor sie sich für eine Schule entscheiden.

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